12.09, 16:00–16:30 (Europe/Berlin), Theatersaal
Sprache: Deutsch
Anfang 2025 sind rund 60 Hochschulen weg von X.
Knapp zwei Jahre später blicken wir auf die Hochschul- und
Wissenschaftslandschaft: Wie viele haben nur einen Mastodon-Account angelegt
und wo wird schon auf PeerTube gesendet? Im Aktionsbündnis Neue Soziale Medien
versuchen wir, Entscheidungen in der Hochschulpolitik zu verstehen und zu
beeinflussen. Parallel organisieren sich Wissenschaftler*innen bottom-up, z.B. in
Fachgesellschaften. Das schauen wir am Beispiel von Informatik und Mathematik
an.
Wir schauen auf die Hochschulen und die Wissenschaft im Fediverse. Seit der
großen eXit-Welle Anfang 2025 sind fast zwei Jahre vergangen.
Haben wir also jetzt gewonnen?
Eine Uni verlässt X oder startet im Fediverse
meistens per Beschluss von oben. Wie kommt es zu so
einem Beschluss? Wer sind die Entscheider*innen?
Was macht die Pressestelle, was machen die Fachbereiche?
Was können einzelne Lehrstühle oder studentische Initiativen
bewirken, was die Bibliothek?
In diesem Vortrag schauen wir uns zwei Zugänge ganz konkret an:
- Top-Down: Wie bringt man das Thema auf die Agenda der Hochschulleitung?
- Bottom-Up: Was können Einzelpersonen erreichen, ohne auf die Leitung zu warten?
Insbesondere die Wechselwirkung zwischen beiden Zugängen ist interessant.
Gerade im IT- und Digitalisierungsbereich springen Hochschulleitungen gerne auf bestehende,
erfolgreiche Initiativen auf. Hat eine "Koalition der Willigen" von unten etwas Sichtbares aufgebaut,
entsteht in der Leitungsebene schnell ein Vereinnahmungswunsch.
Hochschule
WissKomm
Strategie
Thomas Kahle ist Professor für Algebra an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er sendet den Mathematik-Podcast Eigenraum, organisiert den halbjährlichen Magdeburger FediDay mit und arbeitet an der Fediverse-Migration der deutschen Mathe-Community auf mathe.social. Er ist aktiv im Aktionsbündnis Neue Soziale Medien.